D´r Schalk

So war´s!
Die Geschichte der Fasnetsfigur "Der Schalk von Staig"
Bezug: Episode von der Fasnet im Jahre 1528 in Staig

Kleidung eines Bauern aus der Zeit des Bauernkrieges 1525 mit großer Feder am Hut, großen Stulpenstiefeln, mit oder ohne Geschichtsmaske, mit großer Handglocke.

Motto:
Glocka läuta, Böller krache:
d' Herra schier in d' Hosa macha,
d' arme Leut ins Fäustle lacha !

Die Stimmung in unseren Dörfern nach dem Bauernkrieg lässt sich an der Episode von der Fastnacht im Jahre 1528 in Staig ablesen:
"Da is ein Schalk an der Fastnacht um 10 Uhr nachts in der Kirche zu Staig eingebrochen und hat Sturm geschlagen, so daß die Maier hat niemand wölln sturm angeschlagen haben. Einer nannte den Christian Mor; der sei durch einen Tobel hinter der Hirche hinaus.

 

Was böse haimlich bralik (Prahlerei) ist das gewesen ! Wan der Wind nit von Berg der Kürchen also stark gegangen wäre, das man es hödt mugen hörn, wo wer der sturm durch das ganz land ginweg gangen.
Der hat gewißt, das jederman auf den sturm gewartet hat, auch jederman auf die nacht voll gewesen ist. So das beschehen wäre und die pauren wider zusamet kommen, was sy um die oberkait wurden geben, gib ich ainern jeden, so verstand hat, zu ermessen. Sy habend in disem handel ain sölch groß frud und jubilieren gehöpt, dabey sych auch lassen mörken: es is recht,
das die herren ain Krieg anfachen wöllend, nun das wyr wider zusamet kommend !"
(Zitat aus: Dr. R.F.Heer, Tausend Jahre Heimat, in "Landschaft und Kultur im Bezirk Ravensburg, 8. JahrgangNr. 5.Mai 1934")

 



 

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